{"id":99430,"date":"2014-08-27T11:54:59","date_gmt":"2014-08-27T09:54:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.double-age.com\/blog\/?p=99430"},"modified":"2019-04-12T20:01:53","modified_gmt":"2019-04-12T18:01:53","slug":"tabriz-und-die-noerdliche-umgebung-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/iran\/tabriz-und-die-noerdliche-umgebung-teil-2\/","title":{"rendered":"Tabriz und die n\u00f6rdliche Umgebung &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>UPDATE: Endlich ein ausf\u00fchrlicher Bericht zu unserem Road Trip&#8230;<\/p>\n<p>Nach unserer Ankunft im Hotel in Tabriz erholten wir uns erst einmal von der langen \u00dcberfahrt von der T\u00fcrkei in den Iran. Wir waren sehr m\u00fcde und das Thermometer zeigte bereits am Vormittag 35\u00b0Grad an. Nur langsam gew\u00f6hnen wir uns an das hei\u00dfe Klima und die trockene Luft. Au\u00dferdem besteht f\u00fcr Anja fortan Kopftuchpflicht und lange Kleidung, was es nicht gerade einfacher macht. Den ersten Tag nutzten wir zur Akklimatisierung und zur Orientierung in einer neuen f\u00fcr uns sehr aufregenden Kultur. Wir lie\u00dfen uns treiben, schlenderten durch die Stadt, besuchten den Basar und einige Moscheen. Beeindruckt waren wir von der Blauen Moschee, die aufgrund einiger Erdbeben bereits stark besch\u00e4digt ist, aber nach wie vor tolle Wandmalereien enth\u00e4lt. W\u00e4hrend ich ein paar Bilder im Inneren der Moschee machte, wartete Anja drau\u00dfen. Sie kam schnell ins Gespr\u00e4ch mit einem \u00e4lteren Herrn, der ihr liebend gerne die Moschee zeigen wollte. Kurz darauf sprachen uns noch 2 junge Iraner an, die uns unbedingt Tabriz zeigen wollten. Die Entscheidung, ihnen zu folgen, sollte unsere n\u00e4chsten Tage stark pr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Ali (20) und Hadi (22) sind zwei richtige Quatschnudeln und wir haben sie sehr schnell ins Herz geschlossen. Zur Freude von Anja studieren die beiden auch Stadtplanung. Zu jeder Frage gab es einen halben Aufsatz als Antwort, was uns sehr imponierte. Sie f\u00fchrten uns durch die halbe Stadt, zeigten uns alles, was wir sehen wollten und das Beste war, wir konnten alles erfragen und bekamen immer eine Antwort. Nach dieser Informationswelle erholten wir uns kurz im Hotel, bevor wir am Abend gemeinsam zum Hausberg von Tabriz fuhren. Mit Stirnlampe und Handybeleuchtung wanderten wir entlang der Telecabin (Seilbahn) zur Aussichtplattform, um die Dimension der Stadt Tabriz vollends vor uns ausgebreitet zu sehen. Tabriz ist \u00fcberraschend gro\u00df und \u00fcberall stachen die gro\u00dfen Moscheen und Boulevards heraus. Wir 4 hatten viel Spa\u00df und genossen die Zeit zusammen. Im Grunde war es wie Liebe auf den ersten Blick zwischen uns Vieren. Daher war es auch schnell beschlossene Sache, dass uns die Jungs die kommenden Tage begleiten werden.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-99430 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_1524.jpg'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_1524-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-99437\" srcset=\"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_1524-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_1524-400x400.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-99437'>\n\t\t\t\tHistorischer Balkon in Tabriz\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_14672.jpg'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_14672-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-99440\" srcset=\"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_14672-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_14672-400x400.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-99440'>\n\t\t\t\tEingangstor der Blauen Moschee\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_15341.jpg'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_15341-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-99441\" srcset=\"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_15341-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_15341-400x400.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-99441'>\n\t\t\t\tTabriz bei Nacht vom Hausberg aus\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Eigentlich wollten Anja und ich uns ein Auto mieten, um die Umgebung von Tabriz zu erkunden. Da es im Iran aber schwer ist, als Tourist ein Auto ohne Fahrer zu mieten und zudem sehr teuer, erkl\u00e4rten sich Ali und Hadi bereit, mit einem Auto ihres Freundes uns die Gegend zu zeigen. Das erleichterte die Sache nat\u00fcrlich, da sich die Jungs sehr gut auskennen und auch sprachlich gen\u00fcgend Vorteile gegeben sind. Zum Abschluss des Tages fuhren wir in den El-Goli-Park von Tabriz. Dort trifft sich die halbe Stadt zum Sehen und Gesehen werden. Es waren etliche Leute unterwegs und zudem am\u00fcsant zu beobachten, wie die Rudel von M\u00e4nner sich den kichernden M\u00e4dchengruppen n\u00e4herten. In der einen oder anderen Ecke versteckt, sah man auch P\u00e4rchen z\u00f6gernd H\u00e4ndchen halten. Mit einem breiten Grinsen und voller Vorfreude auf die n\u00e4chsten Tage fielen wir ins Bett, nachdem uns die Polizei ins Hotel gebracht hat \ud83d\ude09 Keine Sorge wir haben nichts verbrochen. Wir waren lediglich zu sp\u00e4t und unser Hotel hatte bereits geschlossen, so dass die Polizei uns half den Besitzer mit lautstarkem Klopfen und Rufen an der T\u00fcr zu wecken. Dieser war sichtlich erschrocken als er die Polizei sah, aber nach ein paar kurzen Erkl\u00e4rungen konnten wir endlich schlafen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen ging es dann mit einem \u00e4lteren Peugeot \u2013 der mit den alten Lizenzen gebaut wird, die an den Iran verkauft wurden \u2013 Richtung Osten. Wir bereiteten die beiden bereits darauf vor, dass wir wegen sch\u00f6nen Bildern \u00f6fter anhalten m\u00fcssen. Dies geschah auch sehr schnell, denn hinter Tabriz erstreckt sich eine beeindruckende, farbige Berglandschaft. In der Region werden viele Rohstoffe abgebaut, deren Mineralien-Vielfalt deutlich an der Oberfl\u00e4che in Erscheinung treten und als farbige Berge bezeichnet werden. Das ging ja schon mal spektakul\u00e4r los!<\/p>\n<p>Unser erstes gro\u00dfes Ziel war Babak Castle bei Kalaybar, eine alte Festung in traumhafter Umgebung! Es gab 2 offizielle Wege hinauf zur Burg, die 1 \u00bd -2 Stunden dauern. Wir hatten das Gl\u00fcck, dass unsere 2 Tour-Guides einen anderen Weg kannten, was uns sehr entgegen kam, da es bereits sp\u00e4t war und wir durch die lange Autofahrt etwas lahmten. Wir fuhren eine holprige Bergstra\u00dfe hinauf und fanden uns nach kurzer Zeit in einer Nomadensiedlung wieder, wo wir das Auto parkten und zur Burg wanderten. Nach 30min bergauf er\u00f6ffnete sich ein herrliches Panorama um uns herum und im warmen Abendlicht erstrahlte die Festung vor uns. \u00dcber ein paar alte felsige, teils abenteuerliche Wege ging es weiter hinauf zur Burg! Oben angekommen hatten wir ein 360\u00b0-Panorama mit untergehender Sonne im R\u00fccken. Welch sch\u00f6ner Ausblick und wir hatten die Burg ganz f\u00fcr uns allein, da die meisten Besucher bereits verschwunden waren. Wie schon w\u00e4hrend der Autofahrt, hatten wir uns mit Ali und Hadi viel zu erz\u00e4hlen, als wenn wir uns ewig kennen w\u00fcrden\u2026 Es war gro\u00dfartig!<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-99430 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_17174.jpg'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_17174-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-2-99452\" srcset=\"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_17174-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_17174-400x400.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-99452'>\n\t\t\t\tAli, Hadi und Anja auf der Babak Castle\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_1705.jpg'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_1705-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-2-99448\" srcset=\"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_1705-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_1705-400x400.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-99448'>\n\t\t\t\tBlick von der Babak Castle\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_1684.jpg'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_1684-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-2-99443\" srcset=\"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_1684-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.double-age.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/img_1684-400x400.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-99443'>\n\t\t\t\tAnja in der Festung\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Nach der R\u00fcckkehr zum Auto kauften wir bei den Nomaden noch frischen Ayran und Jogurt und konnten einen kurzen Eindruck von ihrem Leben auf den kargen Bergwiesen erhalten. Sie waren sehr freundlich und aufgeschlossen und es war der beste Ayran, den wir bisher auf der Reise getrunken haben! K\u00f6stlich! Anschlie\u00dfend suchten wir weiter unten im Tal einen Zeltplatz. Bei einem kleinen Lagerfeuer und Bohnen mit Champignons und Thunfisch aus der Dose, machten wir es uns gem\u00fctlich und erlernten Backgammon. Alles war sch\u00f6n und bald fielen wir m\u00fcde ins Zelt&#8230;<\/p>\n<p>Am kommenden Morgen starteten wir sehr fr\u00fch, da der Weg zum Sabalan-Gebirge mit dem gleichnamigen inaktiven Vulkan (4.811m) sehr weit ist. Eigentlich wollten wir diesen innerhalb von 2 Tagen besteigen, aber die Zeit mit den Jungs reichte nicht aus und in der brennenden Hitze fehlte uns auch die Motivation. Mit jedem gefahrenen Kilometer kamen wir dem Koloss n\u00e4her und genossen dessen majest\u00e4tischen Anblick. Die Landschaft wurde zunehmend interessanter \u2013 tiefe Schluchten und beeindruckende Felsformationen traten in Erscheinung. Auch Ali und Hadi waren sehr begeistert, weil sie noch nie in dieser Gegend waren. Es folgten etliche Fotostopps\u2026 Am Abend erreichten wir das Bergdorf Shabil, von dem der Vulkan bestiegen werden kann. Dies ist allerdings nur in einigen Wochen im Jahr m\u00f6glich ist, da die Schwefelgaskonzentration am Berg sonst zu hoch ist. Dar\u00fcber hinaus ist das Dorf f\u00fcr sein heilsames Thermalbad bekannt, dass viele Einheimische aus der Umgebung aufsuchen. Das wollten auch wir uns nicht entgehen lassen und packten schnell unsere Badesachen zusammen. Doch wurde unsere Freude, ins warme Nass zu springen, kurzzeitig gebremst! Da es sich lediglich um ein Bad handelt und Frauen und M\u00e4nner getrennt voneinander baden gehen, hatte Anja den Vortritt. W\u00e4hrend sie es sich in der warmen Quelle gut gingen lie\u00df, relaxten wir bei einer Shisha und Tee im gegen\u00fcber liegenden Caf\u00e9 und warteten, bis die Damen-Stunde vorbei war. Endlich konnten wir das Bad geniessen, dass sehr entspannend f\u00fcr K\u00f6rper und Seele war. Allerdings dauerte es nicht lange bis wir im Mittelpunkt der Badeg\u00e4ste standen. Die Iraner sind nicht nur sehr freundlich, sondern auch sehr neugierig. Ali half des \u00f6fteren als Dolmetscher aus und musste mehrfach meinen Beruf erkl\u00e4ren, da ihm Grafiker aber zu kompliziert erschien, war ich einfach Doktor! Dies sprach sich nat\u00fcrlich schnellstens im Bad herum und ich bekam die verschiedensten Leiden pr\u00e4sentiert. Nur gut, dass wenige Leute Englisch sprachen und Ali deswegen den meisten kommunizierte, dass es zum gr\u00f6\u00dften Teil an ihrer falschen Ern\u00e4hrung und wenigen Bewegung lag und dies schnellstens \u00e4ndern m\u00fcssten. Als dann aber ein junger Herr folgte, der Molekularbiologie studiere, war unsere Zeit gekommen, zu gehen\u2026 \ud83d\ude09 Die Nacht verbrachten wir in einem kleinen Zimmer im Dorf und schliefen wie es \u00fcblich war auf dem Boden\u2026<\/p>\n<p>Der letzte Tag unserer Tour f\u00fchrt entlang der aserbaidschanisch-armenischen Grenze im Norden. Das Gebiet ist trotz seiner Sch\u00f6nheit und bizzaren Felsformationen bei den Touristen sehr unbekannt, was unter anderem an der schlechten Erreichbarkeit liegt. Umso sch\u00f6ner, dass wir die M\u00f6glichkeit hatten, es uns anzusehen. Riesige Felsmassive t\u00fcrmen sich in dieser endlos erscheinenden, trockenen Landschaft auf. Der rei\u00dfende Grenzfluss Aras trennt den Iran von den beiden Staaten, der schon einigen Fl\u00fcchtlingen zum Verh\u00e4ngnis geworden sein soll. Wacht\u00fcrme und etliche zerst\u00f6rte Milit\u00e4rsiedlungen s\u00e4umten das Flussufer der aserbaidschanisch-armenischen Grenze. Eine unwirtliche Gegend! Bevor wir das Tal verlie\u00dfen k\u00fchlten wir uns noch im Asyabkharabeh-Wasserfall nahe der Stadt Jolfa ab. In einer Schlucht kontrastierte dann die Natur vollends. Eine Seite trockene, schroffe Felsen, die andere Seite gr\u00fcne M\u00e4rchenlandschaft mit einen breiten Wasserfall und darunter liegenden Stalagniten. Die Abk\u00fchlung hatten wir uns nach der ganzen W\u00fcstenlandschaft verdient und wir stellten uns einfach nur darunter\u2026<\/p>\n<p>Leider war nach der R\u00fcckkehr nach Tabriz die Rundreise vor\u00fcber, doch am Ende blieben wir weitere 4 Tage in Tabriz, da die Zeit mit den Jungs einfach zu sch\u00f6n war\u2026<\/p>\n<a  class=\"pixcode  pixcode--btn  btn  btn--small  btn--gamma\" href=\"https:\/\/www.double-age.com\/blog\/?p=99381\" >Zum Foto-Album<\/a>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(Die Beschreibung zu den Bilder in den Foto-Alben funktioniert nun wieder! Sie erscheint bei jedem Bild unten links.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>UPDATE: Endlich ein ausf\u00fchrlicher Bericht zu unserem Road Trip&#8230; Nach unserer Ankunft im Hotel in Tabriz erholten wir uns erst einmal von der langen \u00dcberfahrt von der T\u00fcrkei in den Iran. Wir waren sehr m\u00fcde und das Thermometer zeigte bereits am Vormittag 35\u00b0Grad an. Nur langsam gew\u00f6hnen wir uns an das hei\u00dfe Klima und die trockene Luft. Au\u00dferdem besteht f\u00fcr Anja fortan Kopftuchpflicht und lange Kleidung, was es nicht gerade einfacher macht. Den ersten Tag nutzten wir zur Akklimatisierung und zur Orientierung in einer neuen f\u00fcr uns sehr aufregenden Kultur. Wir lie\u00dfen uns treiben, schlenderten durch die Stadt, besuchten den Basar und einige Moscheen. Beeindruckt waren wir von der Blauen Moschee, die aufgrund einiger Erdbeben bereits stark besch\u00e4digt ist, aber nach wie vor tolle Wandmalereien enth\u00e4lt. W\u00e4hrend ich ein paar Bilder im Inneren der Moschee machte, wartete Anja drau\u00dfen. Sie kam schnell ins Gespr\u00e4ch mit einem \u00e4lteren Herrn, der ihr liebend gerne die Moschee zeigen wollte. Kurz darauf sprachen uns noch 2 junge Iraner an, die uns unbedingt Tabriz zeigen wollten. Die Entscheidung, ihnen zu folgen, sollte unsere n\u00e4chsten Tage stark pr\u00e4gen. Ali (20) und Hadi (22) sind zwei richtige Quatschnudeln und wir haben sie sehr schnell ins Herz geschlossen. Zur Freude von Anja studieren die beiden auch Stadtplanung. Zu jeder Frage gab es einen halben Aufsatz als Antwort, was uns sehr imponierte. Sie f\u00fchrten uns durch die halbe Stadt, zeigten uns alles, was wir sehen wollten und das Beste war, wir konnten alles erfragen und bekamen immer eine Antwort. 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